Nach den Erdbeben in Nepal im April und Mai 2015 haben uns viele zweckgebundene Spenden erreicht. Über „Hilfe für Brüder International“ konnten wir diese Hilfen zielgerichtet weiterleiten:

„Hilfe für Brüder International“ unterstützt einheimische Gemeinden in Nepal nach Erdbeben

(Stuttgart) Bereits kurz nach dem schweren Erdbeben in Nepal hat das in Stuttgart ansässige Hilfswerk „Hilfe für Brüder International“ erste Auszahlungen an einheimische Netzwerke von christlichen Gemeinden angewiesen. „Während unsere Geschwister vor Ort noch verzweifelt auf der Suche nach ihren Angehörigen sind, wollen wir schnell und unbürokratisch finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, um die schwersten Nöte zu lindern.“ so der Direktor Ulrich Weinhold.

Über Facebook und E-Mail konnten sich noch Gemeindeleiter bei ihm melden, mittlerweile wird wegen der Abschaltung der Wasserkraftwerke aber der Strom in Nepal knapp. In Kathmandu sind viele Stadtteile ohne Versorgung. Leider sind auch Gemeindemitglieder unter den Opfern, so Weinhold weiter, man wisse mittlerweile auch von mindestens zwei zerstörten Kirchengebäuden. Leiter der Gemeindenetzwerke, unter anderem in der Theologieausbildung für Laien (TEE), können noch keine weitere Auskunft geben, weil es in den ersten Stunden nach dem Erdbeben noch gar nicht möglich ist, Informationen aus den Randgebieten des Kathmandu-Tals zu bekommen.

Man müsse davon ausgehen, dass es zu einer tragischen Steigerung der Opferzahlen komme, wenn Armee, Polizei und die Hilfsorganisationen in die Dörfer am Stadtrand gelangen, wo in den letzten Jahren viel gebaut wurde. Eine große Zahl von Menschen ist aus den ländlichen Gebieten in die Hauptstadt gezogen, als die kriegerischen Auseinandersetzungen mit den maoistischen Rebellengruppen zu Straßensperren und Mordanschlägen führten. Auch wenn jahrelang bekannt war – eigentlich wurde nach Weinholds Worten bei jeder seiner letzten drei Dienstreisen nach Nepal von der drohenden Erdbebengefahr gesprochen – , dass es einmal zu der großen Katastrophe kommen könnte, haben viele Menschen einfach auch nicht die finanziellen Mittel gehabt, um sicher zu bauen.

Nach der Erdbeben-Tragödie in Haiti, wo Experten von Christliche Fachkräfte International langfristig im Wiederaufbau mithelfen, wird sich das Stuttgarter Hilfswerk auch in Nepal in den kommenden Monaten und Jahren mit den einheimischen Partnern abstimmen, wo Hilfe zur Selbsthilfe von außen notwendig ist. Hilfe für Brüder und Christliche Fachkräfte International sind seit 1985 in Nepal aktiv und derzeit mit 20 Partnern auf nationaler und lokaler Ebene verbunden. Weinhold bittet ausdrücklich um Gebet: „Was sich hier noch abspielen wird, wenn es stärker regnet, mag man sich gar nicht ausdenken. Unsere Geschwister brauchen die schützende Hand Gottes. Aber auch viele Menschen anderer Glaubensrichtungen in dem sehr religiösen Land werden fragen, warum Tempel und Statuen einfach zerstört wurden – und vielleicht ganz neu nach Antworten suchen. Deshalb wollen wir auch die evangelistische Arbeit von Anfang an unterstützen. Möge GOTT reden.“

 

Spenden, die bei der Stiftung der Brüdergemeinden eingehen, werden wir an Hilfe für Brüder International e. V. weiterleiten. Zu dem Direktor von Hilfe für Brüder International e. V. besteht eine enge Vertrauensbeziehung. Auch in der Hungerhilfe Ost-Afrika und Hilfe für Syrien und Nord-Irak haben wir schon zusammen gearbeitet.

Spendenkonto:
Stiftung der Brüdergemeinden in Deutschland
IBAN DE79 6005 0101 7406 5066 75
Verwendungszweck: Nothilfe Nepal